Termine

Freitag 09.03.2018
19:30 - 21:00 Uhr
Vortrag Künkelinhalle wird verschoben

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Seit Anfang Dezember sind wir zertifiziert als "Darmgesundheitspraxis"

Jede Krankheit beginnt im Darm oder Gesundheit beginnt im Darm!

 

 

Dies ist der Leitsatz in unserer Praxis und egal wie sie oben genannten Satz sehen möchten, ohne die Gesundheit des Darms wird es auf Dauer keinen gesunden Allgemeinzustand des Menschen geben. Alleine 80% unserer Immunzellen werden von einer intakten Darmflora produziert. Somit hängt die Abwehr von Krankheiten, Viren, Bakterien und Allergenen zu 80% von unserem „gesunden Darm“ ab. Selbst die Gehirnleistung hängt vom Zustand unseres „Mikrobioms“ ab.

 

 

Ist das Mikrobiom – die Zusammensetzung unsere Bakterien im Dickdarm - nicht im physiologischen Gleichgewicht, sind Konzentrationsprobleme, ständige Müdigkeit, ein Mangel an Neurotransmittern, Stimmungsschwankungen bis hin zu Depressionen die Folge.

 

 

Dies hängt mit der Darm-Hirn-Achse zusammen. Dies ist der Nachrichtenkanal, der in beide Richtungen verläuft, jedoch zu 90% von den Bakterien in unserem Darm bestimmt werden. Unser Darm hat ein Nervengeflecht, das dem des Gehirns sehr ähnlich ist, es hat die gleichen Rezeptoren, Zelltypen und Wirkstoffe. Wir wissen heute, dass unser Darmhirn 100 Millionen Nervenzellen umfasst und genau so komplex ist wie das Rückenmark. Deshalb reden wir so oft vom „Bauchgefühl“, leider haben wir häufig verlernt auf dieses zu hören.

 

 

Durch unseren heutigen Lebensstil (Dauerstress, Dauermedikation, schlechte Ernährung, Verdauungsstörungen, Bewegungsmangel, Antibiotika,.....) verfügen die wenigsten Menschen über ein intaktes Mikrobiom und somit auch nicht über ein funktionierendes Bauchgefühl.

 

 

Die Darmbakterien beeinflussen auch unser Körpergewicht. Schlanke und adipöse Menschen haben eine unterschiedliche Bakterienbesiedelung im Darm. Übergewichtige Menschen haben eine starke Besiedelung von „Firmicuten“, eine besondere Bakterienart, die das Abnehmen sehr schwer bis unmöglich macht. Denn diese sorgen dafür, dass jede nur mögliche unverwertbare Kalorie aus allem Essbaren gespeichert wird. Die Firmicuten sind auch für den „Jo-Jo-Effekt“ verantwortlich. Das heißt wenn Sie sehr kalorienreduziert essen nehmen Sie ab und sobald normal gegessen wird, dann lagern die Firmicuten alles was kommt wieder für schlechtere Zeiten ein – leider in Form von Fett.

Sollten Sie Schwierigkeiten bei der Gewichtsabnahme haben, dann können wir eine Stuhlanalyse anfertigen lassen, bei der die Firmicuten-Bacteroides-Ratio überprüft wird.

 

 

Hautkrankheiten, Allergien, Infektionskrankheiten, rheumatische Beschwerden, Vitamin- und Mineralmangel sind nur einige Erkrankungen, die Ihren Ursprung in einem Ungleichgewicht der physiologischen Darmflora haben. Eine gestörte Darmflora nimmt Ihren Ursprung in Ernährungsfehler, der Einnahme von Medikamenten (besonders Antibiotika, Schmerzmittel, Abführmittel sind hier zu erwähnen), Stress und Bewegungsmangel kommt noch dazu und schon gerät das ganze System aus dem Gleichgewicht.

 

 

Deshalb ist es bei längerfristigen gesundheitlicher Probleme immer wichtig, auch an den Darm zu denken und entweder mittels einer „Ganz-Körper-Regulationsthermographie“ Untersuchung in der Praxis erst einmal feststellen ob eine Dysbiose oder eine Candida-Belastung vorliegt. Anschließend kann man dann je nach Beschwerden eine gezielte Analyse der Darmflora im Labor erstellen lassen. Die Bandbreite reicht von einer einfachen Bestimmung des pH-Wertes, über Parasitennachweis, Analyse der Bakterienbesiedelung. Verschiedene Tumormarker oder Entzündungsmarker können bestimmt werden, sowie die Durchlässigkeit der Darmschleimhaut (Leaky-Gut).

 

 

Darmgesundheit, Verdauungsbeschwerden, Reizdarm, chronische Darmentzündungen oder Leaky Gut??? 

Viele verschiedene Faktoren entscheiden über diese Frage. Da wären:

 

  ERNÄHRUNG zu schwere und falsche Kost, zu viel Fleisch (vor allem Schweinefleisch), Zucker, Omega 6 Fettsäuren

  DYSBIOSE eine Fehlbesiedelung der Darmflora durch Candida Hefepilze, Chlamydien, Klebsiellen, Viren und verschiedene andere Pilze

  MEDIKAMENTE Antibiotika, Schmerzmittel, Steroide, Antihistaminika, Säureblocker, Statine um nur einige zu nennen

  UMWELTEINFLÜSSE UND TOXINE Konservierungsmittel, Farbstoffe, Geschmacksverstärker, Pestizide, Alkohol, Drogen, Nikotin,....

  ENTZÜNDUNGEN akute sowie chronische Erkrankungen oder aber auch unterschwellige still verlaufende Entzündungen (silent inflamation)

  STRESS Anspannung, Angst, Überforderung, Schlafstörungen sowie Depressionen

 

Sind wir mit einigen dieser Faktoren konfrontiert , kommt es zu verschiedenen Beschwerden und Entzündungen in unserem Verdauungssystem und die Oberfläche der Darmschleimhaut wird geschädigt.  In der Folge dessen  entsteht eine erhöhte Durchlässigkeit der Darmschleimhaut (Permeabilitätserhöhung) auch Leaky Gut genannt. Bei dieser Schädigung der Darmschleimhaut lösen sich die Verbindungsstellen zwischen den Zellen der Darmschleimhaut (Thight-Junctions genannt) . Diese Thight Junctions dienen als Schutzbarriere auf unserer Darmschleimhaut unsere „Firewall“ in den Blutkreislauf – ist diese nicht mehr intakt dringen Bakterien, Viren, Keime, Toxine und größere Nahrungsbestandteile in den direkten Blutkreislauf ein. Dies hat noch größere gesundheitliche Probleme im gesamten Organismus zur Folge.

 

Hier nur einige der Krankheitsbilder, die mit Leaky Gut (intestinale Permeabilitätsstörung) assoziiert werden:

 

  Nahrungsmittelallergien, Asthma, Rhinitis, Urticaria, Juckreiz

  Haut: Neurodermitis, Ekzem, Ödeme, dicke schwere Beine

  Rheuma, Arthritis, Gelenkschmerzen (Entzündungen, Schwellungen)

  Kopfschmerzen, Schwindel, Schlafstörungen, Augenprobleme (Brennen, Jucken)

  Kardiologische Erkrankungen (Herzrythmusstörungen)

  Autoimmunerkrankungen wie Morbus Crohn, Hashimoto, Reizdarmsyndrom, um nur einige zu nennen

  Unerfüllter Kinderwunsch

  Mitochondriopathie

  Chronische Hepatitis,  Leber-/Gallenentzündungen,  Diabetes Typ 2

  Nervale und psychische Störungen, Konzentrationsstörungen, ADS und ADHS

  Schwere Stoffwechselerkrankungen

 

Unser Ansatz ist es bei jeder Art von Erkrankung zuerst den Blick auf den Darm zu wenden, denn ist ein Leaky Gut mit seiner Barrierestörung vorhanden muß dies unbedingt zuerst behandelt werden um eine erfolgreiche Therapie an andere Stelle vornehmen zu können, oder im besten Fall, durch die Barrierestörung viele später daraus entstehenden Krankheiten vermeiden. Solange die Darmmukosa nur leichte Verletzungen oder Schäden aufweist können diese schnell repariert werden, massive Schäden haben jedoch oft fatale Spätfolgen.

 

Jedoch gibt es auch noch eine Vielzahl anderer Störungen in unserem Dickdarm, die uns

Beschwerden verursachen und ihren Ursprung oft schon in der Mundhöhle  nehmen in  der wir unsere Nahrung nicht lange genug kauen.  Der Beginn der Nahrungsverdauung findet in der Mundhöhle statt, da dort bereits die ersten Enzyme zur  Kohlenhydratverdauung aus den Mundspeicheldrüsen ausgeschüttet werden. Gemäß unseren 32 Zähnen sollte jeder Bissen auch 32 mal gekaut werden – Dies wäre der Idealzustand, wobei 20 mal kauen schon gut wäre. Studien besagen auserdem, dass länger und ausgiebiger kauende Personen schlanker als ihre schlingenden Mitmenschen sind und auch seltener an einem Reizdarm leiden.

 

Eine weitere Substanz die durch einen bereits geschädigten oder auch nur „müden“ Darm im ganzen Körper ein ziemliches Durcheinander verursachen kann ist das Histamin. Eigentlich ist Histamin ein vom Körper produzierter Stoff, der wichtig für die Abwehr körperfremder  Stoffe ist , sowie Entzündungsstoff bei allen krankhaften allergischen Erkrankungen und Asthma. Es gibt einen Gegenspieler der ein zuviel an produzierten Histamin neutralisiert, das Enzym Diaminoxidase dies wird in der Gebärmutter bei Schwangeren und im Dünndarm produziert. Selbst wenn diese beiden Mechanismen nicht ausreichen und das Histamin in die Darmschleimhaut des Dickdarms gelangt steht auch dort nochmals Diaminoxidase bereit. Da viele Nahrungsmittel Histamin enthalten ist eine ausreichende Versorgung mit Diaminoxidase notwendig. Ist das Gleichgewicht nicht mehr hergestellt kann das Histamin bei dem Verzehr von vielen Nahrungsmitteln die auf unserem täglichen Speisseplan stehen folgende Symptome verursachen:

 

 Kopfschmerzen

 Migräne

 Eine verstopfte, laufende Nase

 Schneller Puls und Extraschläge des Herzens

 Durchfall

 Niedriger Blutdruck

 Geschwollene Augenpartien

 Rote Flecken am Körper oder im Gesicht

 

Sollten sie eins oder mehrere Symptome nach dem Essen schön öfters an sich bemerkt haben, dann sollten sie mit uns darüber sprechen. Oftmals genügt es den Dickdarm zu sanieren und die Histaminintoleranz verschwindet, da die Menge an Diaminoxidase, die dann der Dickdarm selbst wieder bildet genügt um die Nahrungsmittel wieder ohne die ungeliebten Nebenwirkungen essen zu können.

 

Wir schauen uns als erstes immer die Darmflora an (über die ja mittlerweile sehr viel gesprochen wird) . Die Darmflora beinhaltet die Gesamtheit  aller Mikroorganismen im Darm – Bakterien, Pilze, Parasiten, Vieren und noch einiges andere. Ungefähr 1000 Bakterien-Arten können sich in unserem Darm vermehren. Ca. 300 auserlesene Arten leben in jedem von uns. Jeder Mensch hat seine individuelle „Mischung“ (sozusagen seine persönliche „DarmDNA“) Man geht davon aus, dass die Art der Keime mit denen wir bei der Geburt in Kontakt kommen diese Darmflora in uns bestimmen. Kinder, die durch einen Kaiserschnitt auf die Welt kommen besitzen eine andere Zusammensetzung, als Kinder die durch eine natürliche Geburt geboren werden.

Insgesamt tragen wir 100 Billionen Bakterien in unserem Darm. Die Wissenschaft forscht seit ca. 10 Jahren sehr intensiv über den Einfluß der Darmflora auf unseren Organismus und somit unsere Gesundheit . Wichtig für unsere Gesundheit ist, daß die Darmflora in einem gesunden Gleichgewicht vorhanden ist und keine schädigenden Bakterien, Hefepilze oder Schimmelpilze in zu großen Mengen vorhanden sind, diese würden dann einen Schaden in unserem gesamten Organismus anrichten.  Unser Ziel ist es den Darm so zu sanieren, dass die Darmflora in uns „harmlos“ ist.

 

Aber wie sieht eine harmlose Darmflora aus?

Eigentlich beginnt die „Darmflora“ in der Mundhöhle, denn dort sind schon die ersten Bakterien besiedelt, gleichzeitig ist der Magen durch sein sehr saures Milieu so gut wie keimfrei. Das heißt eigentlich schafft es kein Bakterium die „Magensäure“ zu überleben und in den Dünndarm zu gelangen. Ist der Magen jedoch krank können Bakterien in den Dünndarm gelangen, die dort nicht hingehören. Der gesunde Dünndarm ist jedoch nahezu keimfrei und bei einem gut funktionierendem Abwehrsystem lassen sich keine „bösen“ Bakterien im Dünndarm nieder. Wenn jedoch ein die Klappe zwischen Dünndarm und Dickdarm nicht mehr richtig schließt und Bakterien aus dem Dichdarm in den Dünndarm wandern entsteht das Krankheitsbild „bacterial overgroth“. Diese Bakterien, die sich nun in unserem Dünndarm breit machen, „fressen“ unsere Nahrung im Dünndarm auf, bevor die für uns wichtigen Nährstoffe über das Blut in unsere Zellen aufgenommen werden, somit steuern wir in eine Mangelernährung trotz genügender Nahrungsaufnahme zu. Dies hat verschiedene Symptome der Fehlernährung zur Folge:

Mangelzustände von Haarausfall bis Gelenkschmerzen.

 

Ein weiteres Beispiel für die Wichtigkeit des richtigen Verhältnisses der Darmbakterien ist die Verdauung von Fleisch.

Nehmen wir zu häufig schlecht gekautes (die meisten von uns kauen schlecht und zu wenig) Fleisch in zu großen Mengen zu uns fühlen sich die Fäulnisbakterien in unserem Darm ganz besonders wohl und produzieren krebserregende Fäulnisgifte! Das Darmkrebsrisiko steigt dadurch an. Nehmen wir aber gleichzeitig genügend faserreiche Kost zu uns können wir das Darmkrebsrisiko dadurch wieder senken,  da die Fasern die Fäulnisgifte teilweise aufnehmen und die Darmpassagezeit beschleunigen.

 

Wir könnten noch unendlich weiter machen an der Stelle über die spannende und für unsere Gesundheit so wichtige Bedeutung des Darms und seiner Darmflora möchten uns aber hier nochmal auf ein paar statistische Zahlen beschränken.

 

 

  Anzahl der im Darm lebenden Bakterien (in Millionen)                 

 

100 000 000

                 Anzahl der Menschen auf der Erde (in Millionen)                                    

7 000

Anzahl der Darm-Operationen in Deutschland (2010)                          

322 000

Anzahl der Herz-Operationen in Deutschland (2010)                            

 

82 000                                                                                                                                                                                                                  

Darmkrebs-Neuerkrankungen je 100 000 Einwohner (2008)

36

 Anzahl der Divertikel-Erkrankungen in Deutschland                        

25 000 000

 Anzahl der Menschen mit chronischer Verstopfung                          

8 000 000

 Anzahl der Menschen, die unter Reizdarm leiden                            

2 500 000

 Anzahl der Menschen mit Depressionen                                          

3 000 000

 Anzahl der Bandscheibenvorfälle jährlich neu auftretend                    

120 000

Anzahl der unter Rückenschmerzen leidenden Menschen              

28 000 000

 Anzahl der Deutschen mit Arterienverkalkung                                

15 000 000

 Google Aufrufe zum Stichwort Darm                                              

13 000 000

Google Aufrufe zum Stichwort Herz                                              

131 000 000

Es ist also an der Zeit sich um den Darm genauso wie um den Rücken, die Seele und das Herz zu kümmern wie alleine diese Statistik zeigt.

Wir stellen in unserer Praxis ein ganzheitliches Konzept für die verschiedensten Erkrankungen und Störungen des Dickdarms für sie zusammen. Nach einem ausführlichen Gespräch wird die Diagnose erstellt und dann erhalten Sie einen für sie erstellten Behandlungsplan, den wir ihnen in einem ausführlichen Gespräch erläutern. Jeder Patient ist individuell und wird von uns auch individuell behandelt.